Häufige Fragen

Das Wichtigste zum Projekt kurz und knackig zusammengefasst.

Häufige Fragen
Alle, die auf staatliche Hilfe angewiesen sind, sollen garantiert und angstfrei abgesichert sein.
Mit uns kannst du Sanktionen vermeiden, wenn du einen Termin verpasst hast und Sanktionen widersprechen, die bereits verhängt wurden. Das geht ganz unkompliziert und rechtssicher über unsere Online-Plattform. Wenn nötig, unterstützen dich unsere Anwält*innen kostenlos bei der Begründung der Sanktion. Solange Geld da ist, können wir deine Sanktion aus unserem spendenfinanzierten Solidartopf finanziell ausgleichen - schnell und unbürokratisch. Voraussetzung für den Sanktionsausgleich ist normalerweise, dass unsere Anwält*innen deinen Fall übernehmen. Aber auch wenn eine Sanktion nicht angefochten werden kann, können wir den Fehlbetrag ausgleichen. Wenn dein Fall gewonnen ist, zahlst du das Geld zurück in den Solidartopf, sodass noch mehr Menschen von dem Geld unterstützt werden können. Dadurch verbinden wir viele Menschen zu einer solidarischen Gemeinschaft. Bisher sind wir in 90% der Fälle erfolgreich und haben schon 270.000 € aus unserem Solidartopf vergeben (Stand Frühjahr 2022).
Wenn deine Leistungen aus anderen Gründen gekürzt oder vorübergehend eingestellt wurden, können wir dich in vielen Fällen auch unterstützen; sowohl juristisch, als auch finanziell mit unserem Solidartopf. Auch in anderen Fällen können wir zumindest gemeinsam überlegen, ob und was wir tun können. Schreib uns am besten eine Mail an [email protected] und versuche erstmal, uns die Situation mit ein paar Sätzen zu schildern. Wir melden uns normalerweise innerhalb von 48 Stunden zurück.
Seit Februar 2019 führen wir in Kooperation mit INES Berlin die erste wissenschaftliche Langzeitstudie in Deutschland zur bedingungslosen Grundsicherung durch - Hartz Plus. Unabhängig und ergebnisoffen lassen wir untersuchen, wie Menschen sich persönlich und beruflich entwickeln können, wenn sie die Drohkulisse der Sanktionen nicht spüren müssen. 585 Menschen nehmen teil, 250 davon sind für drei Jahre lang bedingungslos abgesichert. Sollte eine Sanktion verhängt werden, gleicht Sanktionsfrei sie finanziell aus. Die andere Hälfte bleibt ohne „Versicherung gegen Sanktionen“ und dient als Vergleichsgruppe. Beide Gruppen füllen dieselben Fragebögen aus. So können wir Ursache und Wirkung der Sanktionsfreiheit genau bestimmen. Mit der Studie stellen wir die Diskussion um Hartz 4 und Sanktionen auf ein wissenschaftliches Fundament und können so hoffentlich die Entwicklung hin zu einer echtenGrundsicherung gezielt vorantreiben.
Rund 6 Millionen Menschen in Deutschland leben ganz oder teilweise von Hartz 4. Was viele nicht wissen: Die Jobcenter können Sanktionen in Form von Geldkürzungen verhängen. Für die Betroffenen bedeuten Sanktionen eine existenzielle Bedrohung – bis hin zur Obdachlosigkeit. Rund 1 Million mal kürzen die Jobcenter jährlich das Existenzminimum von Menschen. Dabei werden die meisten Sanktionen ohne rechtliche Grundlage verhängt. Eine Sanktion variiert zwischen 10 - 30% des Regelsatzes, also bis zu 138 € über die Dauer von drei Monaten. Das kann man nicht entbehren, wenn man eh schon kein Geld hat und widerspricht der Logik, dass der Regelsatz von Hartz IV - 449 € - das Existenzminimum ist. Ein Minimum ist nicht kürzbar.
Solange Geld da ist können wir deine Sanktion vorübergehend aus dem Solidartopf ausgleichen. Das heißt, dass wir schnell und unkompliziert den sanktionierten Betrag auf dein Konto überweisen. Voraussetzung ist normalerweise, dass du zusammen mit uns gegen die Sanktion vorgehst. Sollte dein Fall erfolgreich sein bitten wir dich darum, uns das Geld zurückzuüberweisen. So können wir es noch weiteren Menschen die sanktioniert wurden, zur Verfügung stellen. Sollte der Widerspruch ohne Erfolg sein, bleibt das Geld aus Schenkung bei dir. Aber auch bei juristisch unanfechtbaren Sanktionen können wir finanziell einspringen, da wir Sanktionen kategorisch für falsch halten.
Nein. Sanktionsfrei leistet die Zahlung unter Anwendung des Tafelparagraphen 11a (4) SGB II. Dieser berechtigt Organisationen der Freien Wohlfahrtspflege dazu, existenzsichernde Zahlungen an Bedürftige zu leisten. Sollte dein Sanktionsausgleich oder eine andere Auszahlung von uns dennoch irrtümlich als Einkommen angerechnet werden, gib uns bitte sofort Bescheid und wir kümmern uns darum. Bisher ist das zum Glück nur selten vorgekommen.
Nein. Es besteht die Möglichkeit, dass unsere Anwälte für dich Widerspruch im Rahmen von Beratungshilfe erheben. In diesem Fall kommt der Staat für die Anwaltskosten auf. Falls wir keine Beratungshilfe erhalten, werden die Kosten von Sanktionsfrei getragen. Die Details klärst du mit unseren Anwälten beim ersten Beratungsgespräch.
Ja. Grundsätzlich übernehmen unsere Anwält*innen deinen Fall bis hin zum Klageverfahren. Voraussetzung ist in der Regel, dass der online Faxversand über unsere Plattform genutzt wird. Handelt es sich bei dir um etwas anderes als eine Sanktion, müssen wir immer erst prüfen, ob eine Übernahme des Falls dennoch unabhängig vom Wohnort möglich ist.
Unsere Dauerspender*innen, die Hartzbreaker, bilden das finanzielle Fundament unserer Arbeit. Sie sind jeden Monat mit einem kleinen Betrag zur Stelle. Außerdem gibt es noch einige Großspender*innen und Stiftungen, die gemeinsam mit uns daran glauben, dass wir Hartz 4 und Sanktionen überwinden müssen, um einem Grundeinkommen und einer gerechteren Gesellschaft Schritt für Schritt näher zu kommen. Sanktionsfrei ist komplett zivilgesellschaftlich organisiert und finanziert. Obwohl ein Existenzminimum verfassungsmäßig garantiert ist, haben wir keine staatliche Unterstützung.
Du kannst unsere Arbeit entweder mit einer Spende oder dauerhaft als Hartzbreaker unterstützen. Du kannst selbst bestimmen, wieviel deiner Spende in den Solidartopf und wieviel in die Vereinsarbeit fließt. Der Solidartopf hilft den Menschen direkt. Aber nur, wenn unsere Arbeit dauerhaft finanziert ist, können wir noch mehr Menschen unterstützen.
Ja! Wir sind ein gemeinnütziger Verein, daher sind Spenden an uns komplett von der Steuer absetzbar. Bei Spenden unter 200 € akzeptiert das Finanzamt einen Kontoauszug. Wenn du trotzdem eine Spendenquittung haben möchtest, schreib' uns einfach eine kurze E-Mail an [email protected] mit dem Betreff “Spendenquittung”.
Ja. Die Daten werden nach den aktuellen Datenschutzrichtlinien behandelt. Hier gehts zur Datenschutzerklärung.
Wenn du Probleme mit dem Jobcenter hast und wir dich nicht unterstützen können, kannst du über das bundesweite Verzeichnis eine Anlaufstelle in deiner Nähe finden: www.my-sozialberatung.de.
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