Mit großen Schritten in Richtung menschenwürdige Grundsicherung.

Wo kommen wir her, wo gehen wir hin?

Mit großen Schritten in Richtung menschenwürdige Grundsicherung.

Vision

Wir setzen alle Hebel in Bewegung, um in einer Gesellschaft zu leben, die füreinander einsteht. Menschen sollen ihren Weg mit Vertrauen und Unterstützung finden dürfen und strafende Hartz-4-Sanktionen sollen endgültig der Mottenkiste der Geschichte angehören. Sanktionsfrei setzt sich seit 2015 für eine menschenwürdige Grundsicherung ein. Unser Ziel ist es, Arbeitslosigkeit zu entstigmatisieren und eine angstfreie und menschenwürdige Grundsicherung für alle zu ermöglichen. Unsere Vision ist eine menschenwürdige Grundsicherung. Realpolitisch machen wir dafür Hartz 4 sanktionsfrei und sehen das als einen ersten Schritt in die richtige Richtung.

Mission

Aus unserem spendenfinanzierten Solidartopf gleichen wir Sanktionen einfach aus und machen so das stärkste Druckmittel der Jobcenter unwirksam. Gleichzeitig stellen wir über unsere Online-Plattform Kontakt zu Anwält*innen her und ermöglichen einen unkomplizierten Widerspruch gegen Sanktionen. Um unsere Methode auswerten zu lassen, führen wir von 2019-2022 eine wissenschaftliche Langzeitstudie in Kooperation mit dem Institut für empirische Sozial- und Wirtschaftsforschung (INES Berlin) durch. Neben Sanktionen gleichen wir auch andere Kürzungen oder finanzielle Engpässe aus, um kontinuierlich die Schwachstellen des Systems aufzuzeigen. Da wir viel mehr politische Kampagne als Einzelfallhilfe sind, ist Öffentlichkeitsarbeit ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Nur, wenn wir ein gesellschaftliches Bewusstsein für die Thematik schaffen, können wir auch politisch Veränderung erreichen.

Team

Amira Jehia

Support & Solitopf Administration

Amira Jehia

Helena Kilian-Steinhaus

Gründerin & Geschäftsführung

Helena Kilian-Steinhaus

Claudia Cornelsen

Strategie & PR

Claudia Cornelsen

Robert Müller

Design & Campaigning

Robert Müller

Maximilian Meeks

Software & Infrastruktur

Maximilian Meeks

Kristina Sosa Noreña

Rechtsanwältin

Kristina Sosa Noreña

Entstehungsgeschichte

September 2015:

Startschuss. Mit der menschenwürdigen Grundsicherung als Vision haben wir Sanktionsfrei als realpolitischen System-Hack ausgetüftelt. Kurzerhand haben wir uns das Ziel gesetzt, durch eine Crowdfunding-Kampagne die nötige Unterstützung dafür zu bekommen.

2016:

Die Startnext-Kampagne war ein voller Erfolg. Rund 5.000 Menschen haben zusammen 130.000 bereitgestellt, sodass wir bereits im Herbst desselben Jahres unsere Plattform für den automatisierten Widerspruch gegen Sanktionen ins Netz stellen und die ersten Sanktionen ausgleichen konnten.

2017:

2017 kam #happyHartz: in der Kampagne provozierten wir durch positive Aussagen über Hartz 4 im öffentlichen Raum. Damit haben wir aufgezeigt, wie das Sozialsystem auch sein könnte: positiv und unterstützend, anstatt demotivierend: #realHartz. Mit viel medialer Aufmerksamkeit im Rücken konnten wir 20.000 Euro für unser neues Projekt Hartz Plus crowdfunden.

2018:

Mit diesem Geld haben wir 25 Menschen für ein Jahr menschenwürdig abgesichert. Durch Umfragen ist uns klar geworden: die zusätzliche Sicherheit hat enorm positive Auswirkung auf die Teilnehmenden - völlig unabhängig davon, ob sie tatsächlich sanktioniert wurden. Also haben wir uns auf die Suche nach einer Universität gemacht, um gemeinsam eine wissenschaftliche Langzeitstudie auf die Beine zu stellen.

2019:

Anfang Februar startete unsere Studie "Hartz Plus" in Kooperation mit dem Institut für empirische Sozial- und Wirtschaftsforschung (INES Berlin). Wir lassen wissenschaftlich auswerten, wie es den Menschen geht, wenn sie nicht unter dem Druck von Sanktionen stehen. Bisher haben wir bereits 70.000 € umverteilt, sind in 90% unserer Fälle erfolgreich und konnten schon rund 1.000 Menschen unterstützen. Die Debatte um Hartz 4 und Sanktionen ist auf einer neuen Ebene angekommen.

2020:

Die Corona-Krise stellt alles auf den Kopf. Menschen in Hartz 4 werden durch noch größere finanzielle Not und die unsägliche Ignoranz der Politik in eine tiefere Krise gestürzt. Schnell stellen wir Mehrbedarfs-Kampagnen auf, im Rahmen derer wir Gelder zusätzlich zum Regelbedarf auszahlen. Mit den Sanktionsausgleichen & anderen Kürzungen können wir so rund 30.000 € umverteilen und verteilen insgesamt rund 70.000 € in 2020 um. Das ist so viel, wie in allen Jahren zuvor! In der Presse sind wir mittlerweile regelmäßig als Expert*innen zum Thema Armut und Hartz 4 gefragt. In Kooperation mit dem Paritätischen Gesamtverband haben wir die Kampagne hartzfacts.de gelaunched, im Rahmen derer wir über Fakten und Stigmatisierung rund um Hartz 4 aufgeklärt haben.

2021:

Das zweite CoronaJahr und die Schere zwischen Arm und Reich geht stetig auseinander. Während große Unternehmen Kurzarbeit für ihre Mitarbeiter*innen in Anspruch nehmen und dennoch horrende Ausschüttungen an ihre Aktionäre auszahlen, werden die finanziell armen weiterhin im Stich gelassen. Der Wahlkampf verspricht Bürgergeld, aber in der Realität zeichnet sich leider keine echte Verbesserung sondern nur Etikettenschwindel ab. Derweil werden wir nicht müde, das aktuelle Tagesgeschehen rund um Hartz 4 social media-tauglich aufzuarbeiten. Gleichzeitig laufen mehrere Mehrbedarfs-Kampagnen zum Thema Masken- und Sommerbonus und Weihnachtsgeld, ebenso gleichen wir natürlich Sanktionen und andere Kürzungen aus, während wir juristisch dagegen vorgehen. Unsere Crowd ist uns gnädig und wieder können wir rund 72.000 € umverteilen und in der Presse unseren Standpunkt vertreten.

2022:

Seit Ende Januar ist die dreijährige Studie HartzPlus beendet. Gespannt warten wir auf die Ergebnisse, die im Sommer diesen Jahres veröffentlicht werden, ziemlich zeitgleich zu der Neugestaltung der Sanktionsparagraphen. Seit Anfang des Jahres gleichen wir gezielt auch Strom-Jahresendabrechnungen aus, um öffentlich zu machen, dass die Lebenshaltungskosten für Hartz-4-Haushalte (und Grundsicherung und Rente) kaum zu stemmen sind. Die drastischen Preissteigerungen seit dem Angriffskrieg auf die Ukraine sind vor allem für diejenigen spürbar, die ohnehin nichts haben. Wir kritisieren Ausschüttungen nach dem Gießkannenprinzip und fordern gezielte Hilfe da, wo sie gebraucht wird.

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